3D-Fernseher

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Der Kampf der TV-Gerätehersteller um die ersten und besten 3D-Fernseher hat längst begonnen – und die Verbraucher können sich freuen. Schon im Jahr 2010 wollen verschiedene Hersteller solche Geräte auf den Markt bringen. Unter anderem haben Panasonic, Samsung und Sony bereits 3D-Fernseher veröffentlicht. Als erster Hersteller hat Samsung bereits im März 2010 einen 3D-Fernseher mit einem 3D-tauglichen Blu-ray-Player auf den Markt gebracht. Das Gerät soll in drei verschiedenen Größen jeweils mit Full HD-Auflösung gefertigt werden – 40 Zoll, 46 Zoll und 55 Zoll. Sie sollen den für die 3D-Videoübertragung geeigneten HDMI-Standard 1.4 unterstützen. Für den 3D-Fernsehgenuss benötigt man zumindest bei den aktuellen Geräten allerdings noch eine spezielle 3D-Brille. Nach Meinung der Experten soll in etwa fünf Jahren der 3D-Fernseher den herkömmlichen 2D-Fernseher abgelöst haben.

Im Sommer des Jahres 2010 erschienen die ersten 3D-Fernseher auf dem deutschen Markt, auf der Internationalen Funkausstellung stellte 3D-Fernsehen das zentrale Thema dar. So verfolgen mittlerweile sämtliche großen Hersteller das gleiche Ziel, das darin besteht, 3D auch ins heimische Wohnzimmer zu bringen. Auch diverse Fernsehsender reagierten auf den 3D-Hype mit ersten Testsendungen.

3D FernseherDie aktuellen 3D-Fernseher funktionieren in der Regel mit sogenannten Shutterbrillen. Allerdings arbeiten zahlreiche Hersteller bereits am nächsten Schritt, also Modellen, die dreidimensionales Fernsehen ohne eine solche Brille ermöglichen sollen. Der technische Aufwand für die Herstellung solcher Geräte ist zurzeit aber noch so hoch, dass deren Preise weit über dem Kostenrahmen für typische Heimgeräte liegen.

Viele 3D-Fernseher sind in der Lage, auch herkömmliche 2D-Filme dreidimensional aussehen zu lassen. Allerdings hängt die Qualität hierbei stark von der Berechnung sowie vom jeweiligen Filmmaterial ab. Ein großes Problem sind zudem auch die noch immer nur spärlich vorhandenen Filme, denn entscheidend für den Durchbruch und die Akzeptanz der neuen Technologie ist vor allem das Angebot an Inhalten. Noch immer gibt es lediglich ein überschaubares Angebot an 3D-Filmen auf Blu-ray. Es fehlen Übertragungsstandards, die das dreidimensionale Fernsehprogramm über Antenne oder Satellit in die Haushalte bringen.

Auch die sogenannten Geisterbilder sind ein verbreitetes Problem bei 3D-Fernsehern. Diese Geisterbilder, auch Schattenbilder genannt, treten dann auf, wenn durch Abstimmungsprobleme der 3D-Anlage beide Augen ein Bild wahrnehmen, das für den Effekt des räumlichen Sehens eigentlich nur für ein Auge bestimmt ist. Daher ist es bei der 3D-Ausrüstung von zentraler Bedeutung, dass sämtliche Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind, denn nur dadurch können solche Geisterbilder verhindert werden. Daher empfiehlt es sich, beim Kauf von Fernsehgerät, Blu-ray-Player sowie Shutterbrille möglichst auf denselben Hersteller zurückzugreifen, da zwischen den Geräten verschiedener Hersteller kleine Differenzen bestehen können, die die Qualität des 3D-Erlebnisses stark einschränken.

Die derzeitigen Kosten für das 3D-Fernsehen werden noch maßgeblich von den teuren Shutterbrillen bestimmt, denn gute Brillen kosten je nach Hersteller und Modell rund 200 Euro. Die 3D-Fernseher selbst sind dagegen kaum teurer als herkömmliche TV-Geräte.

Die Technik der 3D-Fernseher

Zur richtigen Darstellung von 3D-Bildern auf dem Bildschirm müssen die verschiedenen Bildinformationen möglichst schnell umgerechnet werden. Danach werden diese auf die verschiedenen Bildschirmpunkte verteilt. Hierfür bieten die meisten Hersteller noch einen zusätzlichen Receiver an. Trotz der verbesserten Technik sollen die 3D-Fernseher nur unwesentlich teurer sein als herkömmliche HD-Fernseher. Außerdem lässt sich der 3D-Filter abschalten, sodass auch herkömmliche 2D-Sendungen empfangen werden können.

3D-Fernseher mit Brille

Mit einer besonderen Technik werden Bilder in schneller Folge mal für das eine, mal für das andere Auge gesendet. Dazu gibt es unterschiedliche Verfahren: Das erste Modell funktioniert mit Polarisationsbrillen, das zweite mit Shutterbrillen.

Das erste Modell (Polarisationsbrille) beruht darauf, dass zwei polarisierte Lichtwellen entweder links- oder rechtsdrehend schwingen. Die unterschiedlichen Polarisationsfilter in den Brillenhälften lassen jeweils nur das Licht einer Schwingungsebene durch. Während der Film bis zu 100 Mal pro Sekunde zwischen den Bildern für das linke und das rechte Auge wechselt, setzt das Gehirn wie beim natürlichen Sehen die Bilder zu 3D-Raumobjekten zusammen.

Beim zweiten Prinzip stecken in den Brillenfassungen LCD-Schirme, deren elektronische Steuerung in präzisem Wechsel mal auf transparent, mal auf undurchsichtig geschaltet wird. Erscheint auf dem Bildschirm ein Bild für das linke Auge, wird die rechte Brillenseite undurchsichtig – und umgekehrt. Gesteuert wird das Prinzip durch ein Infrarotsignal des Fernsehers. Der Nachteil der Shutterbrille ist allerdings das größere Gewicht, da die LCD-Gläser eine zusätzliche Stromversorgung benötigen.

3D-Fernseher ohne Brille

Bequemer für die Zuschauer, vor allem für Brillenträger, sind sogenannte autostereoskopische Displays. An solchen Bildschirmen, die bislang in erster Linie an Computer-Arbeitsplätzen genutzt werden, wird derzeit bei vielen TV-Geräteherstellern geforscht. So arbeitet Philips unter anderem an Bildschirmen mit Lentikularlinsen, einem Prinzip, das bereits bei holografischen Bildern genutzt wird und das beim Hin- und Herkippen verschiedene Ansichten zeigt. Bei Autostereo-TFT-Flachbildfernsehern werden die Bilder durch ein gewölbtes Display angezeigt, wodurch der 3D-Effekt ebenfalls ohne zusätzliche Brille erzeugt werden kann. Allerdings ist dabei für den Genuss des 3D-Vergnügens der jeweilige Betrachtungswinkel des Zuschauers auf den Fernseher wichtig. Dadurch ist allerdings ein gemütlicher Fernsehabend mit der ganzen Familie praktisch nicht mehr möglich. Deshalb setzen viele Firmen bei der Herstellung von 3D-Fernsehern auf die Stereoskopie – ein Verfahren zur raumtreuen Abbildung, bei dem paarweise Bilder jeweils für das rechte und das linke Auge erzeugt und gezeigt werden können.